Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 2
Titel: Schnuller-Alarm
Kollation: A. d. Schwed., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Hanser, 2017
ISBN: 978-3-446-25538-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Entwicklung, Heiteres
Alter: Kleinkinder
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.06.2017
Schnuller-Alarm
Einfach und überall am Schnuller nuckeln, das mag Valdemar. Nur Papa Wolf findet, es sei an der Zeit, damit aufzuhören, Valdemar sei jetzt gross genug. Und so schneidet Papa kurzerhand den Schnuller entzwei. Doch Valdemar kennt ein Versteck und schmatzt sogleich vergnügt weiter. Die Prozedur wiederholt sich ähnlich, bis Papa aufgibt. Als Valdemars kleine Schwester nach ihrem unauffindbaren Schnuller schreit, gibt er ihr seinen.
> Wer entscheidet eigentlich, wann "ausgeschnullert" ist, wann die Kleinen gross genug sind und darauf verzichten können? Die kecke Geschichte sagt es eindeutig, macht aber auch deutlich, dass der Übergang nicht leicht fällt. Vergnügen bereitet die Gestaltung des Büchleins: Text und Illustration bilden ein Gefüge, Rot und Schwarz sind effektvoll eingesetzt. Die radierartig gearbeiteten Tierfiguren wirken köstlich menschlich. Die Geschichte werden nicht nur in Ablösung Befindliche mögen. Eveline Schindler

Titel: Das Mädchen von weit weg
Kollation: A. d. Schwed., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Oetinger, 2016
ISBN: 978-3-7891-0422-0
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Gefühle, Gemeinschaft
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.09.2016
Das Mädchen von weit weg
Draussen ist es dunkel, kalt, der Schnee überzieht den Wald. Drinnen ist es hell, warm, die Flammen tanzen im Kamin. Draussen ein kleines Mädchen mit roter Jacke, traurig, allein zu sein. Drinnen die graue Frau, froh, dass niemand kommt. Die Begegnung der beiden ist unvermeidlich, als das Mädchen an die Türe klopft. Was frostig, abweisend und lieblos beginnt, geht über in eine schüchterne Annäherung und endet damit, dass die Frau mit dem Mädchen aus dem einsamen Wald wegzieht, um Nähe und Vertrauen unter ihresgleichen zu finden.
> Gibt es eine Wahl zwischen Abgrenzung und Öffnung, Ablehnung und Mitgefühl, Einsamkeit und Gemeinschaft? Ja, es gibt eine. Die Frau entscheidet sich für Menschlichkeit und Nächstenliebe, auch wenn sie dafür ihre vermeintliche Komfortzone verlassen muss. Poetisch der Text und das farbliche Wechselspiel, welches die Kontraste deutlich verbildlicht. Ein Buch, das Mut macht, Besucher willkommen zu heissen, weil daraus etwas Neues entstehen kann. Marcella Danelli