Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 11
Titel: Ein kleiner Frosch macht Ärger
Kollation: A. d. Dän., geb., farb. illustr., unpga.
Verlag, Jahr: Boje, 2017
ISBN: 978-3-414-82473-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Konflikte, Lustiges
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.06.2017
Ein kleiner Frosch macht Ärger
Der kleine Frosch kracht in einem Meteoriten durch das Dach in die Stube und wird von Familie Frosch sofort ins Herz geschlossen. Doch schnell stellt sich heraus, dass er furchtbar unartig ist. In der Not wenden sich die Eltern an einen Psychologen. Doch die Sitzung ist beendet, als der Frosch in dessen Aktenmappe pinkelt und ihm die Haare anzündet! Dann haut er ab. In fern gelegenen Eisbergen stösst er auf einen uralten Weisen – auch den treibt er kurzerhand in den Wahnsinn!
> Kein Kind kann dermassen ungehorsam sein wie der kleine Frosch. Die Geschichte ist so übertrieben, dass man aus dem Lachen nicht herauskommt! Was für eine Erleichterung für die kleinen Zuhörer, wenn sie über die schrecklichen Streiche des Frosches lachen können; in deren Schatten nehmen sich ihre eigenen Missetaten geradezu mickrig aus. Und wenn sie dann erfahren, dass Eltern selbst dieses ungezogene Kind immer und immer lieben werden, trotz allen Fehlern ... Eine Liebeserklärung der anderen Art, herrlich illustriert. Sabine Wewerka

Titel: Das Ei
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Moritz, 2011
ISBN: 978-3-89565-231-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Eifersucht, Konflikte
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Das Ei
Kaum zu glauben, was das auslöst, wenn ein Froschkind ein Ei findet. Alle wollen das Ei: Die Schlange, der Adler, der Waran – ein bitterböser Streit entsteht. Aber dann fällt das Ei einem Elefanten auf den Kopf und die Geschichte nimmt eine ungeahnte Wende. Denn nun will natürlich niemand mehr der Besitzer des Eis sein. Als auch noch ein Krokodil aus dem Ei schlüpft und nun seinerseits das Froschkind in Besitz nehmen will, sind das Entsetzen und die Überraschung des Frosches gross.
> Mit wenig Worten und comicartigen, zweiseitigen Bildern erlebt der Leser eine rasante Geschichte. Michel Van Zeveren zeichnet die lustigen Episoden so lebendig, dass man glaubt, einen Trickfilm anzuschauen. Eindrücklich wird erzählt, wie die Tiere von ihrer Habsucht getrieben werden und alles doch überraschend anders herauskommt als geplant. Kleine Kinder können die Pointe noch nicht erfassen, erfreuen sich aber sicher an den lustigen Tierbildern und den Streitereien. Esther Marthaler

Titel: An Herrn Günther mit bestem Gruss
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Jungbrunnen, 2010
ISBN: 978-3-7026-5815-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Konflikte
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.07.2016
An Herrn Günther mit bestem Gruss
Die drei allerbesten Freundinnen Yasmina, Noemi und Valerie erledigen alle Dinge zusammen und planmässig, wohnen alle in der Senftalgasse und ärgern sich gemeinsam am neu zugezogenen Herrn Günther. Er ist ein Zu-Menschen-im-Rollstuhl-gemeine-Sachen-Sager und noch viel mehr. Die drei Freundinnen schmieden einen Plan und bald darauf erhält Herr Günther Post, Hilfe und etwas zum Lachen. Schliesslich bekommt er auch heilsame Kopfschmerzen und das Blatt beginnt sich zu wenden.
> Das kindliche Umerziehungsprogramm für einen rücksichtslosen Erwachsenen besticht durch Einfallsreichtum und Humor. Die Kinder ärgern sich nicht nur, sondern handeln lösungsorientiert. Die durchwegs doppelseitigen Illustrationen in kindlichem, vereinfachtem Stil leben von vielen auch humorvollen Details und sind vorwiegend in Brauntönen gehalten. Der Text ist in die Bilder integriert, oftmals auch in Briefform. Ein Bilderbuch zum kreativen Beziehungsaufbau zwischen den Generationen. Maria Veraguth

Titel: Dunkelgrün wie das Meer
Kollation: Geb., farb. illustr., 76 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2016
ISBN: 978-3-423-64020-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Konflikte
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.06.2016
Dunkelgrün wie das Meer
Linn kann die Ferien in Holland kaum erwarten – das Schiffshaus, das Wellenreiten, die Strandspiele und das Wiedersehen mit ihrer Freundin Smilla. Doch schon auf der Hinfahrt ziehen dunkle Wolken auf: Die Eltern streiten sich, weil Papa den Urlaub wegen seiner Arbeit unterbrechen muss. Auch nach der Ankunft am Meer kommt keine Ferienstimmung auf: Papa fährt nach Hause zurück, Mama ist mit sich selbst beschäftigt und zu allem Unglück hat Smilla eine neue Freundin gefunden. Linn fühlt sich ganz allein auf der Welt.
> Diese Geschichte sei ihr „aus dem Herzen geflossen“, erzählt Ute Wegmann in einem Interview. Tatsächlich schildert sie Linns Vorfreude, Enttäuschung und Einsamkeit sehr einfühlsam, und in den anschaulichen Landschafts- und Wetterbeschreibungen scheint ihre persönliche Verbundenheit mit dem Ferienort auf. Mit feinen, in orange-braun und dunkelgrün gehaltenen Illustrationen hat Birgit Schössow, von der auch der hübsche Buchtrailer stammt, Gefühle und Stimmungen eindrücklich umgesetzt. Doris Lanz

Titel: Die Regeln des Schweigens
Kollation: Geb., 277 S.
Verlag, Jahr: Ueberreuter, 2015
ISBN: 978-3-7641-7042-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Soziales, Konflikte
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.03.2016
Die Regeln des Schweigens
Phil ist Einzelgänger, gemobbt, laufend vom Geschichtslehrer schikaniert und heimtückisch blossgestellt. Die von ihm angehimmelte Mona lädt ihn überraschend zum Mitmachen in ihrem Club ein. Hier werden Geheimnisse über irgendwelche Mitbürger gesammelt und in einem Buch protokolliert, das für spätere Zeiten vergraben werden soll, sobald es vollgeschrieben ist. Jedes Clubmitglied offenbart sich selber als ein Geheimnis, wobei ein ganzer Katalog von Klischees verarbeitet wird: abgetauchter Vater, einer im Knast, ein Bankrotteur, Pädophilieverdächtiger usw. Doch keine Spur wird nachhaltig verfolgt, alles erscheint konstruiert, Zufälle zuhauf wirken unglaubwürdig. Der wie ein Tyrann im Club regierende Matt kann vieles anzetteln, doch auch er verschwindet schlussendlich spurlos aus Clique und Erzählung.
> Alles deutet auf einen Krimi mit einer Liebegeschichte hin, doch jede Person bleibt farblos, auswechselbar. Zu fesseln vermag das Buch nicht, auch wenn die Idee der Handlung dazu geeignet wäre. Siegfried Hold

Titel: Lyra ist ganz heimlich
Kollation: A. d. Schwed., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2015
ISBN: 978-3-499-21341-0
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Konflikte, Freundschaft
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.04.2015
Lyra ist ganz heimlich
Zwei Mädchen, zwei Freundinnen. Nach jedem Tag, den sie zusammen verbringen, freuen sie sich schon auf den nächsten – bis eines Tages Rally ihre Teddybärin Nalla bei Lyra zuhause vergisst. Jetzt kümmert sich Lyra liebevoll um Nalla, und als Rally im Kinderhort fragt, ob Nalla bei Lyra zu Hause ist, schaut diese weg. Überhaupt macht das Spielen mit Rally nicht mehr Spass, denn sie spricht nur noch von Nalla.
> Die Heimlichtuerei von Lyra stellt die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe. Erzählt wird die Geschichte nur aus der Perspektive von Lyra. Die Illustrationen, mit feinem Strich gezeichnet und mit farbig ausgefüllten Flächen, zeigen ganzseitig die Umgebung der beiden in allen Einzelheiten und erzählen weit mehr als der sachlich gehaltene Text. Einige Szenen sind als Vignetten zwischen den Text gestellt. Dies macht die Geschichte dynamisch und regt zu Diskussionen an. Mit der gelungenen Problemlösung auch ein sehr empfehlenswertes Buch für Spielgruppe und Kindergarten. Katharina Siegenthaler

Titel: Anton und die Spielverderber
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Hanser, 2012
ISBN: 978-3-446-24015-5
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Alltag, Konflikte
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.03.2015
Anton und die Spielverderber
Anton kommt fröhlich pfeifend mit Saft und Keksen vorbei. Doch die anderen Kinder sind gerade mit Graben und Hacken beschäftigt und haben weder Lust auf ein Zvieri noch wollen sie Anton mitspielen lassen. Trotzig geht er weg, legt sich hin und stellt sich tot. Als Lukas kurze Zeit später mit den beiden Mädchen Ärger wegen einer Schaufel hat, rennt auch er beleidigt zu Anton und ist ebenfalls tot. Nun geraten sich Nina und Greta in die Haare, und weil die Jungs nicht mehr mit ihnen reden, sie sind ja tot, legen sie sich kurzerhand neben sie in die Reihe. Tot am Boden liegend trotzen die Vier dem Regen und einem Hund - bis eine Kolonie Ameisen sie wieder zum Leben erweckt. Nun gibts Saft und Kekse von Anton!
> Auch in dieser Geschichte mit Anton stellt Ole Könnecke mit seinen comicartig gezeichneten Figuren, die an Charlie Brown und Lucy erinnern, das soziale Verhalten unter Kindern gekonnt dar. Jedes Mal wenn ein Kind wütend ist, steht der Text in Grossbuchstaben geschrieben. Ruth Fahm

Titel: Brülldrache und Polterdrache
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Gabriel, 2012
ISBN: 978-3-522-30301-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Konflikte, Freundschaft
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.03.2015
Brülldrache und Polterdrache Eine Geschichte vom Streiten und Vertragen
Brülldrache und Polterdrache wohnen friedvoll auf einer kleinen Insel. Aus den besten Freunden werden plötzlich Feinde. Alles beginnt damit, dass Brülldrache sein Feuer scheinbar weiter spucken kann als Polterdrache. An diesem kleinen Funken Neid entzündet sich ein derartiger Streit, dass nur noch eine Grenzziehung quer über die Insel für Ruhe sorgen kann. Doch ein letzter grosser Zwist zeigt den beiden, wie unnütz solche Streitereien sind.
> Das Bilderbuch widmet sich auf kindgerechte Art dem Thema des Streitens und Sich-wieder-Vertragens. Dadurch, dass das Verhalten der Drachen demjenigen von Kindern sehr ähnlich ist, können Letztere sich gut mit den beiden Streitenden identifizieren. Die altersgemässen Illustrationen lassen genügend Platz für eigene Interpretationen. Das Buch hat zwar normale Bilderbuchgrösse, die Seiten werden jedoch wie bei einem Kalender von unten nach oben gewendet. Ein Buch ab fünf Jahren für alle Kinder, die ab und zu streiten und sich auch gerne wieder vertragen. Annina Otth

Titel: Das ist meins!
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., unpag.,
Verlag, Jahr: Brunnen, 2012
ISBN: 978-3-7655-6960-9
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.03.2015
Das ist meins!
Zwei kleine Bären toben herum und brüllen um die Wette. Wer brüllt am lautesten? Plötzlich will die Gefährtin des kleinen Bären mit seinem Kuscheltiger spielen, was zu einem heftigen Streit führt. Beide zerren am Stofftier, bis Mama Bär die Streithähne mit pädagogischem Geschick ablenkt. Sie besucht mit ihnen den Spielplatz, wo die beiden schon bald merken, dass Schaukeln nur zu zweit Spass macht. Mit einer Mama, die anstösst und dem Stofftier in der Mitte ist das Glück vollendet.
> Das anfängliche Streitobjekt, der kleine orangefarbene Kuscheltiger, ist aus robustem Samt gefertigt und bietet so auch etwas für den Tastsinn. Ob dieser Gag inmitten lieblich-drolliger Farbillustrationen die allzu harmlose Handlung zu kompensieren vermag? Dass die Bärenkinder zum Happyend gemeinsam eine Eistorte verspeisen dürfen, gönnt man ihnen von Herzen. Dass sie dazu noch ein Lied über Freundschaft und Teilen singen, ist aber doch etwas zu viel des Guten. Esther Marthaler

Titel: Wer gewinnt?
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Michael Neugebauer Edition, 2013
ISBN: 978-3-86566-166-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Konflikte, Soziales
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.03.2015
Wer gewinnt?
„Das Leben ist voller Freude und voller Kummer. Manchmal gewinnen wir und manchmal verlieren wir“, tröstet Mama Biber ihren unglücklichen Sohn Bobbi. Der ist nämlich in allen Bereichen seinem kleinen Bruder Freddi unterlegen. Dieser kostet das richtig aus, bis er eines Tages beim Schaukeln verunfallt. Bobbi umsorgt seinen jüngeren Bruder und trumpft überhaupt nicht damit auf, dass er diesmal höher schaukeln konnte.
> Schön, dass die Geschichte so gut endet und der ehemalige Verlierer überhaupt nicht rachesüchtig ist. Das Buch nimmt damit das wichtige Thema der Rivalität auf. Nur bleibt ein etwas ungutes Gefühl, wie der anfängliche Pechvogel zum unerreichbaren Idealbild und der schadenfreudige Bruder so schnell zum lieben, dankbaren Kleinen wird. Da die ansprechenden Illustrationen die Stimmungen der Biberbrüder eindrücklich wiedergibt, kann die Geschichte beim Erzählen nach Gutdünken noch etwas ausgebaut und all zu Ideales etwas relativiert werden. Esther Marthaler

Titel: Die Regeln des Sommers
Autor: Tan, Shaun
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Aladin, 2014
ISBN: 978-3-8489-0010-7
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Konflikte, Krieg
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.04.2014
Die Regeln des Sommers
Der eine Knabe hat etwas gelernt – das heisst, er hat viel gelernt, weil er im vergangenen Sommer Bedrohliches erlebte. Er leitet daraus Regeln ab wie: nicht auffallen und sich verraten, nicht zu spät kommen und den Anschluss verpassen, nicht widersprechen oder nach Gründen fragen. Wer das Passwort vergessen hat, findet keinen Einlass. Doch wer den Heimweg kennt und die letzte Chance packt, kann dem Schrecken entfliehen.
> Auf dem Cover leuchtet ein sommerreifes Feld. Und auf dem Vorsatzblatt stehen zwei Knaben einsam in einem leeren, düsteren Industriegebiet im grellen Gegenlicht. Dann folgt Seite um Seite zu jeder Regel eine beklemmende Illustration mit viel Getier, gepanzerten Wesen, zerstörten Gebäuden und Landschaften. Der andere Knabe nimmt Rollen ein, die irritieren. Jedenfalls zeigt das Buch, was Konflikte oder Kriegserfahrungen in Kindern auslösen können. Eveline Schindler