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Anzahl Resultate: 2
Titel: Väterland
Kollation: A. d. Französ., Broschur, 114 S.
Verlag, Jahr: mixtvision, 2017
ISBN: 978-3-95854-095-8
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.06.2017
Väterland
Gabrielle (13) wartet auf ihre Eltern. Das sind Papa George und Papa Phil. Ihre Adoptivväter sind verbotenerweise nach Paris gefahren, um für sie ein besonderes Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Doch das Unterfangen läuft schief. George und Phil haben einen Autounfall und müssen den Unfallort schnell verlassen, damit man sie nicht fassen kann. Verheiratete homosexuelle Paare dürfen nämlich nur noch in Gettos leben. Immer mehr und mit immer neuen Gesetzen ist die Familie vom Rest der Gesellschaft isoliert worden. Auf ihrer Flucht erhalten die beiden Männer unerwartet Hilfe von einem Taxifahrer. Gabrielle wird von Unbekannten aus der Wohnung gerettet.
> Die Geschichte läuft auf zwei Ebenen ab: Die Gegenwart mit der Flucht der beiden Männer und dem Warten ihrer Tochter, und die Vergangenheit in der Form von Erinnerungen des Mädchens voller schlechter Vorzeichen für ihre Familie. Ein tief berührender Inhalt und eine kraftvolle, direkte Sprache formen eine Geschichte, die nachdenklich stimmt. Karin Schmid

Titel: Blutsbrüder
Kollation: Broschur, 252 S.
Verlag, Jahr: Ravensburger, 2011
ISBN: 978-3-473-58440-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Rassismus, Minderheiten
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.09.2013
Blutsbrüder
"Nazis sind braun - Scheisse auch", steht auf den Plakaten, welche die beiden engen Freunde Darius und Hakan bei Nacht und Nebel an Wände kleben. Dabei werden sie von Skinheads überrascht und können sich nur mit knapper Not in Sicherheit bringen. Immer wieder gibt es Schlägereien, brutal und blutig zwischen den ethnisch verschiedenen Jugendgruppen: Deutsche gegen Türken, Polen gegern Araber. Berlin Kreuzberg ist ein Schmelztiegel, der oft zum Schlachtfeld wird. Dass Hakan einen türkischen Vater hat, Darius einen arbeitslosen Alkoholiker, birgt von vornherein ungutes Potenzial. Und wenn dann noch ein Mädchen ins Spiel kommt, wird die in guter Zeit vollzogene Blutsbrüderschaft auf die Probe stellt.
> Der Autor lebt selber am Schauplatz des Romans, seine Schilderungen dürften daher authentisch sein, namentlich die für Schweizer Ohren fremdartigen Redensarten. Der Einblick in eine Stadt mit überwiegendem Anteil an Migranten kann erschrecken. Siegfried Hold