Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 20
Titel: Den Mund voll ungesagter Sachen
Kollation: Broschur, 399 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2017
ISBN: 978-3-453-27103-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Liebe
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 29.04.2017
Den Mund voll ungesagter Sachen
Ein Kuss stellt das Leben von Sophie völlig auf den Kopf. Als ob nicht schon alles kompliziert genug wäre. Sie ist auf der Suche nach sich selbst, sehr unsicher und einsam. Die bisherigen engsten Vertrauten – ihr Vater und ihr Jugendfreund seit Kindergartentagen, Lukas – sind beide der eigenen Liebe gefolgt; Lukas nach Paris, und Sophie muss mit ihrem Vater von Hamburg nach München ziehen und sich an eine Familie mit einer Mutter und zwei Brüdern gewöhnen. Ihre eigene Mutter hat die Familie nach Sophies Geburt verlassen.
> Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam die Verlorenheit eines 17-jährigen Mädchens, ihre Zweifel und die tiefe Sehnsucht nach Liebe. Es geht aber auch um Familie, um alte Wunden. Der Mund voller Dinge muss geleert, das Vertrauen dazu erst geschaffen werden. Der All Age Roman endet mit einem Happy End, ist aber weit ab von Kitsch. Barbara Schwaller

Titel: Kinder sprechen mit dem Dalai Lama
Kollation: Broschur, s.w. illustr., 155 S., Neuaufl.
Verlag, Jahr: Heyne, 2016
ISBN: 978-3-453-60397-4
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Gesellschaft
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 29.04.2017
Kinder sprechen mit dem Dalai Lama Wie wir eine bessere Welt erschaffen
Die Begegnungen mit einflussreichen Persönlichkeiten nutzt der Dalai Lama, um auf eine friedliche Lösung der Konflikte in der Welt sowie von Klima- und Umweltfragen hinzuweisen. Ebenso ist es ihm ein grosses Anliegen, die Kinder und Jugendlichen auf die auf sie zukommenden Herausforderungen in der Gestaltung der Zukunft weltweit vorzubereiten. Seine Kraftquelle ist der Buddhismus: «Der Tempel meiner Religion ist das Herz. Ihre Lehre ist Liebe und Mitgefühl. Ihre Moral lautet: Liebe und respektiere die anderen.»
> Der erste Teil des Buches beinhaltet die Biografie des Dalai Lama sowie die Entstehung und die Grundlagen des Buddhismus. Im 2. Teil stellt sich der Dalai Lama Fragen von Kindern zu Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, innere Werte. Offenherzig erzählt er aus seinem Leben, über seine Ängste, oder ob er ein Handy besitzt. Das sehr informative Buch lädt auch erwachsene Lesende ein, sich mit der Geschichte Tibets, Religion und globalen tagesaktuellen Problemen auseinanderzusetzen. Martina Friedrich

Titel: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
Kollation: Broschur, 365 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2016
ISBN: 978-3-453-27043-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Tod
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.01.2017
Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
Ein riesengrosses Graffiti und dazu die Einladung zu einer Reise ins Ungewisse, das bekommt Hanna von ihrem langjährigen besten Freund Ben zum 18. Geburtstag. Zusammen entwerfen sie eine Liste mit lauter verrückten Dingen, die sie in der nächsten Zeit erledigen wollen. Ganz frei zelten sie am Meer und lernen andere junge Menschen kennen. Was so unbeschwert beginnt, entpuppt sich aber bald als schwierigen Test für ihre Beziehung und als Schlüssel zu Bens geheimnisvoller Familiengeschichte.
> Aus der Perspektive von Hanna werden die Geschehnisse in klarer und leicht zu lesender Sprache berichtet. Ihre Gedanken und die vielen Dialoge mit Ben und den anderen jungen Leuten umkreisen das Vergangene und die Gegenwart. Für die Lesenden ist es oft schwierig, dem roten Faden in dieser komplexen Geschichte zu folgen, da sie nicht eigentlich erzählt, sondern eher durch Andeutungen vermittelt wird. Monika Fuhrer

Titel: Ich war Hitlerjunge Salomon
Kollation: A. d. Französ., Broschur, s.w. illustr., 255 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2016
ISBN: 978-3-453-53483-4
Kategorie: Sachbuch
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.09.2016
Ich war Hitlerjunge Salomon Er überlebte in der Uniform seiner Feinde – ein erschütterndes Schicksal
Der zehnjährige Perel lebte mit seinen aus Russland eingewanderten Eltern in Peine bei Braunschweig. Als 1935 die Rassengesetze gegen Nichtarier sich durchzusetzen begannen, das Geschäft der Eltern von Nazis verwüstet wurde, verlegte die nun geächtete jüdische Familie ihren Wohnsitz nach Polen. Der Junge lernte Polnisch und Russisch, was ihm bald zustattenkommen würde. Die Wehrmacht eroberte Polen, in Lodz entstand ein Ghetto. Perel konnte ihm entkommen und nach Russland fliehen, wo er als Minderjähriger in einem Waisenhaus interniert wurde. Beim Blitzangriff der Wehrmacht geriet er in Gefangenschaft, gab sich erfolgreich als Reichsdeutscher aus, mit einem von ihm spontan gewählten neuen Namen. Weil er fliessend Russisch sprach, schätzte man ihn als Dolmetscher beim Verhör gefangener feindlicher Offiziere. Ein deutscher kinderloser Truppenkommandant adoptierte ihn und sorgte dafür, dass er in eine Eliteanstalt der Hitlerjugend für Führungsnachwuchs eintreten konnte bzw. musste. Die Mitschüler bewunderten ihn wegen seiner Fronterfahrung. Mit Klugheit und List besonders beim Duschen konnte er seine jüdische Herkunft immer wieder verbergen. Mit Abscheu trug er die verhasste Uniform samt Hakenkreuz, führte den Hitlergruss aus, samt widerwillig gebrülltem "Heil Hitler", und liess nie verlauten, dass er die Niederlage der Wehrmacht in Russland mit Tausenden von Gefallenen kommen sah. Vielmehr stimmte er zum Schein in die Jubeltöne auf den nahen Endsieg ein – eine wahre Gratwanderung bis zur Auflösung des Internats durch die amerikanischen Truppen.
> Man könnte hier von einem autobiografisch-belletristischen Sachbuch reden. Ein historisches Dokument, das auf fesselnde Art die beschämenden Ereignisse der Nazizeit darlegt, aber auch, wie mit List und Klugheit politisch manipulierte Gruppen hinters Licht geführt werden können. Der betagte Autor lebt in Israel. Mit Lesungen und gut besuchten Treffen mit Jugendlichen in Deutschland versucht er, Gefahren von heute aufzuzeigen. Siegfried Hold

Titel: Mein bester letzter Sommer
Kollation: Geb., 367 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2016
ISBN: 978-3-453-27012-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Krankheit
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.06.2016
Mein bester letzter Sommer
Die 17-jährige Tessa wird sterben. Trotzdem träumt sie noch von der grossen Liebe. Und wirklich, eines Tages lernt sie ihn kennen, Oskar, den Jungen, der keine Angst vor ihrer Krankheit hat, der sich in sie verliebt und ihr ab sofort zur Seite steht. Er nimmt die junge Frau mit auf eine Reise durch Italien und schenkt ihr so einen wunderschönen letzten Sommer ...
> Es gibt sie mittlerweile zuhauf, die Erzählungen über einen unheilbar Kranken und eine letzte unvergessliche Reise. Der All-Age-Roman von Anne Freytag, die auch unter dem Pseudonym Ally Tayler Liebesromane schreibt, ist sehr gefühlsbetont und es wird oft geweint. Der Text, in angemessener Sprache geschrieben, berührt, klar, denn es geht um die ganz grossen Gefühle. Intensiviert wird das Ganze noch durch die Zuordnung von Musik, die das jeweilige Befinden der Protagonisten abbildet. Doch immer wieder gibt es Passagen, die etwas allzu vorhersehbar sind. Ein gut lesbarer Roman für Freunde sentimental erzählter Geschichten. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Pip Bartlett und die magischen Tiere
Kollation: A. d. Amerikan., geb., illustr., 237 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2016
ISBN: 978-3-453-27044-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Magisches
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.05.2016
Pip Bartlett und die magischen Tiere Die brandgefährlichen Fussels
Die neunjährige Pip Bartlett hat eine besondere Gabe: Sie kann mit magischen Tieren sprechen – mit Einhörnern, Seidengreifen und Hopp-Grackeln. Mit Eltern und Lehrern klappt die Verständigung allerdings manchmal nicht so gut. So wird Pip in den Sommerferien wegen des Einhorn-Vorfalls zu ihrer Tante Emma verbannt. Emma leitet eine Praxis für magische Tiere, und begeistert plaudert Pip den ganzen Tag mit den verrücktesten Geschöpfen, die man je gesehen hat. Doch dann taucht ein abenteuerliches Problem auf: Unmengen von Fussels.
> In einer fabelhaften und magischen Sprache schildert die Autorin, wie Pip mit ihrem neuen Freund Thomas das Geheimnis um die Fussels löst. Dank den farbigen Zeichnungen und umfangreichen Beschreibungen erfährt man zum Beispiel, dass ein Fussel Feuer fängt, wenn er Angst hat, und in E-Dur summt, wenn er sich freut. Der Roman ist spannend geschrieben und man fiebert dem Ende richtig entgegen. Zwei weitere Bände mit Pip sind in Vorbereitung. Ke Ro Vallon

Titel: Amy & Matthew
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 351 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2015
ISBN: 978-3-453-26916-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Behinderung
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 17.01.2016
Amy & Matthew Was ist schon normal?
Kann man zu viel lieben? Amy und Matthew müssen auf verschiedenen Umwegen herausfinden, was Liebe überhaupt ist und wie sie damit umgehen könnten. Amy ist körperlich behindert, aber intelligent und mental sehr stark. Matthew ist einer ihrer Helfer. Er hat sich als solcher beworben, weil er mehr über dieses aussergewöhnliche Mädchen wissen möchte. In seiner Helferrolle vergisst er seinen Kontrollzwang, seine unbegründeten Ängste.
> Hochdramatisch und zugleich sensibel erzählt Cammie McGovern eine spezielle Liebesgeschichte. Sie ist Mutter eines autistischen Sohnes und unterstützt Kinder mit Behinderung im Alltag. Sobald es um die Liebe geht, wird die Frage nach der Norm hinfällig, da für alle die bisher bekannte, übersichtliche Welt aus den Fugen gerät. Gibt es eine schönere Antwort darauf als diejenige von Amy: „Das Leben ist das, was du daraus machst.“ Ein ungewöhnliches, aber sehr lesenswertes Buch. Barbara Schwaller

Titel: Ich und Earl und das sterbende Mädchen
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 301 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-26784-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Jungs, Lustiges
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.12.2015
Ich und Earl und das sterbende Mädchen
Um das letzte Highschool-Jahr gut zu überstehen, hat sich Greg eine einfache Taktik ausgedacht: Er meidet die anderen Schülerinnen und Schüler und versucht keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In seiner Freizeit dreht er mit dem immer schlecht gelaunten Earl Remakes von alten Filmklassikern. Als seine Mutter ihn bittet, sich um die an Leukämie erkrankte Mitschülerin Rachel zu kümmern, ist Greg gar nicht begeistert. Doch schliesslich überredet ihn Earl, gemeinsam einen Film über das sterbende Mädchen zu drehen.
> Wer meint, mit diesem Titel ein weiteres tragisches „Krebsbuch“ vor sich zu haben, liegt falsch, denn die Krankheit von Rachel ist hier Nebensache. In diesem Buch geht es vor allem um die Nöte eines 17jährigen in seinem letzten Schuljahr. Der Schreibstil ist unsentimental, witzig und unterhaltsam – so sind etwa viele Szenen wie ein Filmdrehbuch geschrieben. Weil Greg die Lesenden direkt anspricht, werden diese sofort selber Teil der Geschichte. Rita Racheter

Titel: Heldentage
Kollation: Geb., 300 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2014
ISBN: 978-3-453-26960-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familienprobleme
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.04.2015
Heldentage Do what you love
„Pola weiss nicht, dass Mutter auf ihre Art bettlägerig ist. Pola weiss auch nicht, dass es Mutter egal ist, wann ich wo auftauche (solange sie genügend Flaschenfreunde im Haus hat, ist ihr der Rest so was von schnuppe). Alles, was Pola weiss, ist, dass ich lieber unterwegs als zu Hause bin, aber sie glaubt, dass das mit Vater zusammenhängt.“ Pola, Leas beste Freundin, ahnt nicht, wie trostlos Leas Alltag als Scheidungskind mit einer alkoholkranken, depressiven Mutter wirklich ist. Chronischer Geldmangel, Sorge um die launische Mutter, Angst vor dem Verlust der Freunde aus ihrer alten Klasse, die die Sechzehnjährige verlassen musste, um das Schuljahr zu wiederholen, nagen an ihrem Selbstwertgefühl und an ihrer Gesundheit und führen so zum körperlichen Zusammenbruch. Im Krankenhaus kommt das Mädchen zur Ruhe. Endlich vertraut sie sich der selbstbewussten, erfolgreichen Pola an. Hilfe und Aufmerksamkeit bekommt die kranke Lea völlig unverhofft von einem sympathischen Jungen aus ihrer Clique.
>"Ich hasse mein Leben, aber ich bin stolz auf meine Fantasie.“ Poetisch, trotzig, witzig erzählt Lea von ihren Alltagsproblemen, Träumen, Mitmenschen. Glaubhaft schildert die Protagonistin ihr viel zu schnelles Erwachsenwerden, da sie für sich und die Mutter die Verantwortung übernehmen muss. Wie gerne hätte sie normale, liebevolle, haltgebende Eltern. Zum Glück findet Lea Rückhalt und Hilfe bei Pola und deren kreativer, einfühlsamer Mutter Katinka. Diese beiden Frauen bilden den glücklichen, farbenfrohen Gegenpol zu Leas grauer Welt, in der es einen Lichtblick gibt: ihren Ideenreichtum und Lebensmut. Dieses Buch, leicht zu lesen und aufschlussreich, erlaubt den Lesenden einen Einblick in das oft unbekannte Leben von sozialen Randgruppen. Gemeinsam mit der willensstarken Protagonistin hofft man, dass die Zeit bis zur Volljährigkeit und damit zum selbstbestimmten Leben schnell vergehen möge – dies erlaubt das offene Ende des sehr empfehlenswerten Buches. Martina Friedrich

Titel: Das Haus der verschwundenen Kinder
Kollation: A. d. Amerikan., geb., s.w. illustr., 318 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2014
ISBN: 978-3-453-26778-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Grusliges, Freundschaft
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.10.2014
Das Haus der verschwundenen Kinder
Victoria Wright aus Belleville liebt die Perfektion. Als Musterschülerin braucht sie keine Freunde, kümmert sich aber um den schusseligen Aussenseiter Lawrence. Als dieser spurlos verschwindet und seine Eltern sich nichts daraus machen, ist Victoria beunruhigt. Wenig später verschwinden weitere Kinder, hingegen tauchen überall in der Stadt grosse, schwarze Schaben auf. Das Ungeziefer scheint vom Kinderheim am Ende der Strasse zu kommen. Victoria beschliesst, sich um die Angelegenheit zu kümmern und stattet dem Heim einen Besuch ab.
> Zuerst wirkt die junge Protagonistin etwas zu perfekt und überheblich. Als sie sich jedoch Sorgen um ihren einzigen Freund macht, wird sie sympathischer. Ihr Mut ist bewundernswert, denn das allgegenwärtige Krabbeln und Scharren der Insekten und die dunkle Stimmung im Kinderheim sind sehr gruselig. Die altmodischen, schwarzweissen Illustrationen unterstreichen diese Atmosphäre. Das Ende der Geschichte ist offen, eine Fortsetzung wäre möglich. Rita Racheter

Titel: Wildwood - Das Geheimnis unter dem Wald
Reihe: Wildwood
Kollation: A. d. Amerikan., geb., s.w. illustr., 591 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-26715-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer, Fantasy
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.03.2014
Wildwood - Das Geheimnis unter dem Wald
Während ihr Freund Curtis als Räuberlehrling in der Undurchdringlichen Wildnis geblieben ist, langweilt sich Prue im winterlichen Alltag Portlands. Doch sowohl diesseits wie jenseits der Grenzen ereignen sich merkwürdige Dinge: Eine unheimliche Gestaltwandlerin jagt Prue zurück in den Wald, der inzwischen in zwei feindliche Lager gespalten ist. Um ihr Leben und das ihrer Freunde zu retten, müssen die beiden Teens noch tiefer in den Wald vordringen – nämlich unterirdisch.
> Auch Band zwei erscheint filigran illustriert, dreiteilig und startet temporeich. Zu den Ereignissen im Fantasywald kommt ein realistischer Erzählstrang mit neuen Charakteren, welche mit dem Schicksal der Hauptfiguren verknüpft sind und Spannung in die 600 Seiten bringen. Die Lesenden müssen mitwachsen, denn die Lektüre setzt Wortkenntnisse voraus (Pagode, Peripherie, Pamphlet – ein Glossar wäre hilfreich) und thematisiert den Tod. Das Ende ist eigentlich keines und lässt auf ein klärendes Finale hoffen. Nathalie Fasel

Titel: Timpetill
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 287 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-53440-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft, Abenteuer
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 08.11.2013
Timpetill Die Stadt ohne Eltern
Nach dem letzten Streich ihrer Kinder haben die Eltern von Timpetill Wasser und Elektrizität abgestellt und die Stadt verlassen. Von dieser Massnahme erhoffen sie sich eine Besserung der frechen Bande. Aber der tollkühne Oskar mit seinen "Piraten" treibts weiterhin bunt. Die Kinder müssen sich in den elternlosen Tagen selber organisieren, und ein Kampf zwischen Guten und Bösen beginnt.
> Es könnte eine freche Geschichte sein: Was wäre, wenn wir unsere Kinder einfach mal allein lassen? Leider verhalten sich die Timpetiller Kinder unter der Führung zweier Freunde allzu vorbildlich und organisieren sich den Alltag sehr demokratisch, vernünftig, ja schon fast militärisch anmutend. Zwar gibts die feindliche Piratenbande, aber auch diese wird natürlich besiegt. Abenteuerlich ist das Ganze allemal – aber das Buch müsste für die heutige Zeit neu erfunden werden, denn auch sprachlich ist es völlig verstaubt. Kathrin Wyss Engler

Titel: Für Akkie!
Kollation: A. d. Niederländ., Broschur, 190 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-26851-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Krankheit
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.09.2013
Für Akkie!
Im Fussball nimmt es Akki mit jedem Jungen der Klasse auf und lässt sich nicht als schwaches Mädchen abstempeln. Ihre Vorfreude auf das grosse schulinterne Fussballturnier ist riesig. Doch als sie nach kleinen Schwächeanfällen mit ihrer Mutter den Arzt aufsucht, durchkreuzt dessen Diagnose all ihre Pläne. Trotzdem hält Akki an ihren Plänen fest und lässt sich nicht unterkriegen.
> Aus unterschiedlichen Perspektiven erfährt man beim Lesen, wie die einzelnen Protagonisten (Akkie, ihre Eltern, Klassenkameraden und die Lehrerin) mit der Diagnose Leukämie umgehen. Durch die feinfühlige und treffende Wortwahl wird spürbar, dass Jacques Vriens diese Geschichte in ähnlicher Weise als Lehrer miterlebt hat. Trotz der schweren Krankheit geht der Alltag aller Beteiligten weiter, mit Hochs und Tiefs, erzählt mit viel Humor und Herzlichkeit. Annina Otth

Titel: Die Geschichte von Zoe und Will
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 318 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-26874-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Gewalt
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.08.2013
Die Geschichte von Zoe und Will
Die schüchterne Zoe (15) und der impulsive Will (18) haben ineinander die grosse Liebe gefunden. Gemeinsam ist ihnen die schwierige Kindheit und die perspektivenlose Zukunft. Da sie keine Möglichkeit sehen, jemanden um Hilfe zu bitten, brennen sie mit Wills altem Camaro durch, um in L.A. ein neues Leben zu beginnen. Sie geniessen das Gefühl der Freiheit auf dem Highway, ahnen aber, wie zerbrechlich ihr Glück ist. Jemandem Leid zuzufügen ist nicht ihre Absicht, doch ihre Unsicherheit und Wills Temperament bringen sie in Schwierigkeiten.
> Kristin Halbrook braucht nicht viele Worte, um Stimmung zu erzeugen. Sie lässt Zoe und Will in der ihnen eigenen Sprache abwechselnd die Geschichte des Road Trips erzählen. Der beiden Schicksale berühren tief. Der sozialkritische, authentisch wirkende Roman mit seinem heftigen Ende ist empfehlenswert, allerdings nicht 14jährigen, wie der Verlag vorschlägt, sondern jungen Erwachsenen. Eliane Hess

Titel: Mr. Peregrines Geheimnis
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 463 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-26764-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Abenteuer
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.08.2013
Mr. Peregrines Geheimnis
Darwen Arkwright, 11jährig und Vollwaise, kommt nach Atlanta in die Obhut seiner Tante. In einem Shoppingcenter entdeckt er einen seltsamen Vogel. Er verfolgt ihn und gelangt ins Geschäft von Mr. Peregrine, der ihm einen Spiegel schenkt. Dieser Spiegel entpuppt sich als Fenster zu einer anderen Welt, der auch Mister P. angehört. Darwen besucht sie und merkt, dass unheimliche Dinge im Gang sind: Monster zerstören die Idylle. Mit Hilfe von Alexanrda und Rich entdeckt er, dass diese Gegenwelt Verbindungen zur Schule hat, welche die drei besuchen. Die Monster aus der Spiegelwelt wollen die Macht an sich reissen, dafür brauchen sie die Energie, die in den Kindern steckt.
> Gut gegen Böse, das Gute siegt (vorläufig); so das Fazit der 460 Seiten. Die ganze Story wirkt ziemlich zäh und konstruiert. Die magische Welt hat ihren Reiz verloren, man versteht ihre Rolle nicht so recht, und sie wirkt trotz der Monster schal und leer. Nur eingefleischte Fantasy-Fans dürften Freude an dieser Lektüre haben. Ulrich Zwahlen

Titel: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Kollation: A. d. Amerikan., Broschur, 464 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2013
ISBN: 978-3-453-31464-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Abenteuer
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.06.2013
Das Mädchen mit dem Stahlkorsett
Als 16jährige Hausangestellte im London von 1897 versucht die hübsche Finley selbständig zu werden. Dabei kommen ihr ihre enormen Kräfte in die Quere, die sie zeitweise kaum noch unter Kontrolle hat. Sie verprügelt den Sohn der adeligen Familie nach dessen frechen Avancen, flüchtet und findet in der mysteriösen Wohngemeinschaft von Griffin, dem Duke of Greythorne, Unterschlupf. Zusammen mit der superintelligenten Emily, dem starken Sam und dem verwegenen Jasper kommt sie nicht nur dem Geheimnis ihrer eigenen dunklen Kräfte auf die Spur, sondern auch denen um ihren verstorbenen Vater und um die ermordeten Eltern von Griffin.
> In historischem Dekor agieren die Hauptpersonen im Kampf um das Gute und gegen das Böse. Dabei steht ihnen eine ganze Armada von mechanischen, dampfbetriebenen Automaten zur Verfügung, wie auch lebensspendende Organellen und eine Äthermaschine. In flottem Tempo wird ausgiebig an die Wand geschmettert, geblutet und auf wundersame Weise wieder zusammengenäht. Katharina Siegenthaler

Titel: Zurück nach Hollyhill
Kollation: Geb., 348 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2012
ISBN: 978-3-453-53426-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Liebe
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.06.2013
Zurück nach Hollyhill
Nachdem die 17-jährige Emily einen Brief von ihrer längst verstorbenen Mutter erhalten hat, reist sie ins englische Dartmoor, um dort etwas über deren Vergangenheit zu erfahren. Ihre Suche führt sie in das Dorf Hollyhill, das auf keiner Karte zu finden ist. Dort lernt sie einige schrullige Dorfbewohner kennen, gerät ins Visier eines Verbrechers und tritt schliesslich mit dem attraktiven Matt eine Reise in die Vergangenheit an, die einige Überraschungen für Emily bereit hält.
> „Zurück nach Hollyhill“ ist eine Fantasy- und Zeitreisegeschichte, die formal Parallelen zum Abenteuer- und Kriminalroman aufweist. Die Übertritte von der realen in die fantastische Welt und in die Vergangenheit sind nicht sehr deutlich, so dass es manchmal schwierig ist, sich in der Geschichte zu orientieren. Die Charaktere sind eher oberflächlich gezeichnet, und es gibt vieles, das in diesem ersten Band zwar eingeführt wird, aber noch ungeklärt bleibt. Es ist zu hoffen, dass der Folgeband Klarheit schafft. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Vilja und die Räuber
Autor: Kolu, Siri
Kollation: A. d. Finn., geb., s.w. illustr., 254 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2012
ISBN: 978-3-453-26762-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Räuber, Abenteuer
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 20.02.2013
Vilja und die Räuber
Sommerferien sind langweilig. Dass sie diesmal so spannend würden, hätte Vilja sich nie träumen lassen. Ihre Familie wird während der Urlaubsreise überfallen und Vilja kommt als Raubgut unverhofft zu einem spannenden Räubersommer mit richtigen Räubereltern und Geschwistern. Nachdem ein anfänglicher Fluchtversuch misslungen ist, beobachtet sie gut, macht sich während der Raubzüge Notizen und lernt so alles Wichtige übers Räubern. Schlussendlich entpuppt sie sich als ideenreiches und unerschrockenes Räuberkind, das nur ungern zu ihrer braven Familie zurückkehrt.
> Viljas scharfer Blick ermöglicht den Lesenden einen Einblick ins Leben einer "ganz normalen" Räuberfamilie mit ihren Freuden, Sorgen, Zankereien. Der Räuberalltag wird witzig und anschaulich beschrieben und die Geschichte, welche frei ist von moralischen oder erzieherischen Hintergedanken, bleibt unterhaltsam und überraschend bis zuletzt. Ein toller Lese- oder auch Vorlesespass. Kathrin Wyss Engler

Titel: Wildwood
Kollation: A. d. Amerikan., geb., s.w. illustr., 590 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2012
ISBN: 978-3-453-26714-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer, Fantasy
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 26.10.2012
Wildwood
Prue McKeel (12) lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Mac in Portland und fährt rasend schnell Rad. Soweit nichts Aussergewöhnliches. Wären da nicht die Teestunde mit Uhu Rex, die Flucht vor einer uniformierten Kojotenarmee und die Bekanntschaft des Räuberhauptmanns Brendan. Als Mac von einem Schwarm Krähen Richtung Wildwood entführt wird, nimmt Prues Leben eine abrupte Wendung: Begleitet von ihrem Freund Curtis überschreitet sie die Grenze zur Undurchdringlichen Wildnis und entdeckt eine magische Welt.
> Dies ist ein beeindruckender, zauberhafter Erstling - eine Lesereise in eine Fantasiewelt mit erschreckenden Parallelen zur Realität. Intrigen, Schlachten, Witz und altmodisch-ehrenhaftes Heldentum schreien geradezu nach heimlichem Lesen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Die Story ist klassisch in drei Teilen aufgebaut, packend geschrieben und mit filigranen Illustrationen und Farbtafeln versehen. Die frohe Botschaft: Der Folgeband in Englisch ist bereits erschienen! Nathalie Fasel

Titel: Pfad des Tigers
Reihe: Kuss des Tigers 2
Kollation: A. d. Amerikan., geb.,
Verlag, Jahr: Heyne, 2012
ISBN: 978-3-453-26774-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.08.2012
Pfad des Tigers Eine unsterbliche Liebe
Kelsey ist nach ihren Abenteuern in Indien nach Oregon zurückgekehrt. Sie vermisst ihren Tigerprinzen Ren schmerzlich und muss sich nun wieder an ihr altes Leben gewöhnen. Doch als Ren vom finsteren Magier Lokesh gefangen genommen wird, reist Kelsey zurück nach Indien, um ihre grosse Liebe zu befreien. Hilfe erhält sie von Rens Bruder Kishan, der sich ebenfalls in die junge Frau verliebt hat.
> Der zweite Teil der Tigersaga verbindet abenteuerliche Elemente mit Romantik. Die amerikanische Autorin liess sich für ihre fünfteilige Romanreihe stark von "Twilight" und "Indiana Jones" inspirieren. Entstanden ist eine umfangreiche, oft etwas langatmige Geschichte von einer Dreiecksbeziehung und einem Fluch, den es zu brechen gilt. Die Protagonisten sind eher oberflächlich gezeichnet, der Fantasyteil mit Elementen aus der indischen Mythologie ist jedoch gut gelungen. Das Buch setzt das Vorwissen aus Band 1 voraus und der „Cliffhanger“ zum Schluss lässt einen gespannt auf den nächsten Band warten. Béatrice Wälti